Michael Kaulartz, 1989 in Landau/Pfalz geboren, bekam 1997 seinen ersten Fagottunterricht bei Bernhard Koelber in Landau, ab 2005 von Ulrich Freund (Deutsche Staatsphilharmonie RLP) und Studiums vorbereitend ab 2007 als Jungstudent ebenso bei U. Freund. Anschließend begann er sein Orchestermusikstudium bei Prof Ole Kristian Dahl (HfM Mannheim), das er 2015 mit 1,0 abschloss. Neben einem Erasmus-Jahr mit Audun Halvorsen (Dänischer Rundfunk) vervollständigte Michael sein Studium mit dem Abschluss der Solistenklasse bei Prof. Dahl Im Sommer 2018. Meisterkurse bei Albrecht Rinderspacher, Dag Jensen, Georg Klütsch und Albrecht Holder, Unterrichte mit Sergio Azzolini und Eberhardt Marschall, sowie der langjährige Austausch mit Sebastian Stevensson, sind des Weiteren musikalisch und persönlich besonders erwähnenswert.

Die Entscheidung, Orchestermusiker zu werden, wurde nicht zuletzt durch Michaels enthusiastisches Mitwirken in beeindruckend vielen Jugendorchestern beeinflusst, von welchen das Landesjugendorchester RLP, Bundesjugendorchester und die Junge Deutsche Philharmonie wohl am prägendsten waren. Weiterhin war die Erarbeitung eines bereits großen Teils der Literatur der Holzbläserkammermusik sehr formend für den jungen Musiker. Während seines Studiums führte der Fagottist diese intensive Kammermusik- und Orchestertätigkeit auf professioneller Ebene weiter aus.
2013 trat Michael seine erste Festanstellung im Nationalorchester Islands an. Während seiner Zeit in Island wirkte der junge Fagottist regelmäßig in internationalen Klangkörpern, wie dem City of Birmingham Symphony Orchestra, Philharmonischen Orchester Rotterdam, Royal Philharmonic London, London Philharmonic Orchestra, Royal Liverpool Philharmonic, Göteborger Sinfoniker, dem dänischen Rundfunksinfonieorchester und dem Sinfonieorchester des NDR Hamburg.
Mit dem Angebot, ein Jahr im Dänischen Rundfunk als Solofagottist zu gastieren, verließ Michael 2018 das Nationalorchester Islands auf eigene Entscheidung. Es folgten Zeitverträge im Nationaltheater Mannheim (2019/20), Staatstheater Braunschweig (2021/22) und der Badischen Staatskapelle (2024/25).

Mit dem Aufbruch aus Island und dem Kennenlernen von Rhoda Patrick in 2017 beginnt ein weiteres Kapitel für den Musiker:  Historische Instrumente. Durch ein intensives Privatstudium bei Rhoda Patrick und begleitendes Vertiefen der Literatur entsteht ein harmonisches Zusammenspiel mit Rhoda bei den Händelfestspielen 2023/24, den historischen Opernvorstellungen der Frankfurter Oper (ebenso mit Barbara Meditz), sowie bei den MünsterVocalisten Ingolstadt. Im Januar 2025 folgt dann das 1. öffentliche Konzert mit der Oboe da Caccia. BWV 1.  Das historische Englischhorn lässt sich auch mit angepassten Fagottmundstücken spielen.


Michael konzertierte solistisch von Beginn an regelmäßig mit den verschiedensten Fagottkonzerten und brachte diese unter anderem mit dem Staatstheater Braunschweig, den Baden-Badener Philharmonikern, dem Isländischen Nationalorchester, den Heidelberger Sinfonikern, der Deutschen Philharmonie Merck und der Kammerphilharmonie Mannheim zur Aufführung.  Michael erhielt Stipendien des PE – Förderkreises, von Live Music Now, der Orff-Akademie des BR und von Neustart Klassik und ist als Solist bei Hänssler Einspielungen der Sinfonia Concertante (Symphonie Nr. 105) von Joseph Haydn und der Sinfonia Concertante, Op. 34, von Adalbert Gyrowetz zu hören.
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